Mein Einzug im Kurstift

Von Andrea hab ich euch ja schon erzählt. Sie hat mich und meine Brüder noch mehrmals besucht, und dann kam die große Überraschung: Andrea nahm mich mit, und erklärte mir, dass ich ab sofort bei ihr wohnen darf. Ich konnte es gar nicht glauben. Ein bisschen traurig war ich, weil meine Brüder jetzt ohne mich klarkommen müssen, aber es gab so viel Neues zu erkunden, dass ich gar nicht so richtig zum Nachdenken kam.

Da war einmal ihr wunderschönes Haus von dem ich Euch noch erzählen werde, und – genauso aufregend - das Kurstift Bad Homburg, in dem sehr viele nette ältere Menschen wohnen, und auch noch ein paar jüngere, die sich um die älteren kümmern. Andrea arbeitet dort und ihr Büro, so sagte sie mir, sei jetzt mein zweites Zuhause. Das fand ich toll, denn ich will ja immer ganz nah bei ihr sein.

So viele Menschen, die mich alle ganz „entzückend“ und „zuckersüß“ fanden (Wieso eigentlich? Ich bin doch keine Torte?), und die gar nicht aufhören wollten, mich zu streicheln. Andrea musste mich irgendwann retten, weil ich schon ganz wuschig war. Aber schön war’s trotzdem.

Mittags kam Tatjana zu Besuch und wollte schauen, ob es mir im Kurstift gut geht. Sie hat sich alles angeschaut und war sehr zufrieden. Andrea auch. Zusammen haben wir noch einen Ausflug in ein Einkaufszentrum gemacht, aber da wurde ich schon langsam müde, und habe mich auf den Kennel gefreut, der in Andreas Büro steht und in dem mich niemand beim Schlafen stört.

Ein anderes Mal erzähle ich Euch von Andreas gemütlichem Zuhause

Eure Audrey