Schule, Training und ganz viel Spaß ...

Wie Ihr ja wisst, werde ich, wenn ich erwachsen bin, eine Therapeutin auf vier Pfoten. Schon klar, dass ich bis dahin noch ganz ganz viel lernen muss, aber ich freue mich schon sehr darauf. Ich durfte ja auch schon mal Bewohnerinnen und Bewohner besuchen und die waren immer begeistert, als ich an, und manchmal auch auf ihrem Bett aufgetaucht bin.

Ganz nach dem Motto „Früh übt sich, wer eine Meisterin werden will!“, so sagt das Andrea zumindest immer, gehen wir einmal in der Woche gemeinsam in die Junghundschule. Dort treffe ich auch immer wieder meinen Bruder Aidan, mit dem es sich herrlich herumtoben lässt. Das dürfen wir aber nur, wenn der Unterricht nach zwei anstrengenden Stunden zu Ende ist. Am Anfang ist bloß eine kurze (dafür sehr innige) Begrüßung erlaubt. Dann geht es los mit dem Training. Beim letzten Mal waren wir zu dritt. Ich, Aidan und Zoe, eine schwarze Labrador Dame die schon sehr viel mehr kann als wir. Den Futternapf apportieren zum Beispiel. Das werde ich zuhause auch mal probieren. Gemeinsam üben und voneinander lernen macht wirklich jede Menge Spaß.

Schule? In so jungen Jahren? Ja, denn hier bringt man uns bei, was wir in  unserem Alter wissen müssen. Wir lernen zum Beispiel uns auf Kommando hinzusetzen und zwar nicht irgendwo, was mir viel lieber wäre, sondern eng an Andreas linkem Knie. Wir üben ohne Leine „Fuß“ zu gehen, eine mit Sand gefüllte Wurst zu apportieren, die „Dummy“ heißt, und vor allem sofort und im Eiltempo angerannt zu kommen, wenn der Pfiff mit der Pfeife ertönt. Beim letzten Training war das besonders schwer, weil wir an einem Baggersee geübt haben. Ich hatte ständig den Geruch von Wasser in der Nase – wir Retriever können ja vom Plantschen nicht genug kriegen – und bin öfters mal kurz abgebogen, was meine Andrea etwas ratlos machte. Aber Regina, die Trainerin, hat sie beruhigt. Wer in die Schule geht, darf auch Fehler machen. Regina hat das Dummy übrigens auch mehrfach ins Wasser geworfen. Die kluge Zoe, ist sofort hinterher gesprungen und hat es geholt. Ich und Aidan haben uns das aber noch nicht getraut, obwohl wir bestimmt Schwimmen können. Glaube ich wenigstens.

Zum Schluss haben sich unsere Menschen noch ein bisschen unterhalten, und wir durften am Seeufer entlang Fangen spielen. Das war herrlich und ich war genauso schnell wie Aidan, obwohl der ein wenig größer ist und längere Beine hat. Irgendwann hieß es, jetzt geht es nach Hause, und erst da habe ich gemerkt, wie müde ich eigentlich bin. 

Das mit dem Hundebenimm klappt also nicht immer, aber immer besser und irgendwann kann ich das dann auch alles. Ganz bestimmt!

Eure gelehrige Schülerin auf vier Pfoten,

Audrey

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